Der Tag wird kommen, an dem wir alle Ignoranten, Unterstützer, Beschwichtiger, Befürworter und Aktivisten der Willkommenskultur im Namen der unschuldigen Opfer zur Rechenschaft ziehen werden.“ (Uwe Junge (AfD), 29.12.2017)

Auf Twitter lässt sich Junge zu einem Moment der Offenheit hinreißen. Es ist eine Drohung gegen all diejenigen, die das Weltbild der AfD nicht teilen, gegen alle Andersdenkenenden und gegen die allgemeinen Grund- und Menschenrechte. Auf internationaler Ebene getätigt, wird eine solche Formulierung als klare Kriegsandrohung verstanden.

So mancher kann sich an den Aufstieg der NSDAP erinnert fühlen, die ihre Gewalttaten auch durch eine Verrohung der Sprache vorbereitete und Hetze gegen ganze gesellschaftliche Gruppen betrieb. Leider ist dieses Zitat allerdings aus dem Dezember 2017. Was hier sichtbar wird, ist die altbekannte Masche der AfD. Anstatt unser demokratisches, parlamentarisches System anzuerkennen und im Parlament mitzuarbeiten, verbreitet Herr Junge über das Netz stumpfe Parolen.
Unser parlamentarisches System lässt es durchaus zu, Vorgänge zu untersuchen, beispielsweise über einen Untersuchungsausschuss. Wir Jusos lehnen sämtliche Aufrufe zu Gewalt strikt ab. Genauso halten wir es für ungeheuerlich, Menschen aufgrund ihrer politischen Einstellung zu drohen. Ob dies überhaupt mit unserem Rechtsstaat vereinbar ist, ist die Sache der Justitz.

Wir sind aber überzeugt, dass dieses Verhalten keinen gesellschaftlichen Konsens widerspiegelt. Diese verbalen Ausfälle von Funktionär*innen einer rechten Kleinpartei sind für uns in keiner Weise hinnehmbar. Wir verurteilen das Verhalten von Uwe Junge in schärfster Weise und sind der Ansicht, dass dieses Auftreten einer demokratisch gewählten Partei nicht würdig ist.