Wir lehnen eine Neuauflage der Großen Koalition entschieden ab. Der rheinland-pfälzische Landesverband stellt fest, dass eine weitere Große Koalition allein an den Themen scheitern würde. Inhaltliche Überschneidungen mit der Union existiert nicht.
 
In den letzten vier Jahren Große Koalition arbeiteten SPD und Union in allen Themengebieten, teils verwässerte Kompromisse ab. Das Ergebnis der vergangenen Bundestagswahl zeigt eine klare Absage an die Große Koalition. Unverständlich für uns ist nun die Schuldzuweisung seitens der CDU/CSU in Richtung der Sozialdemokratie. Merkel hat den Auftrag eine Regierung zu bilden. Damit ist sie und die restlichen Beteiligten der sogenannten Jamaika-Koalition kläglich gescheitert.
 
SPD und Jusos führten den letzten Bundestagswahlkampf mit Themen, die sie klar von den Unionsparteien unterschied. Als Beispiel sind hier sozialdemokratische Themen wie die Bürgerversicherung, stabile Renten, keine Erhöhung des Renteneintrittsalters, eine neue, gerechtere Steuerpolitik, eine weitere Aufhebung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Länder, die Abschaffung sachgrundloser Arbeitsverträge oder die Eindämmung von Steuerflucht auf europäischer Ebene zu nennen. Inhalte, welche die Union nicht mitträgt, oder sogar Gegenteiliges fordert.
 
Selbst wichtiges Thema wie die Rückkehr von Teilzeit auf Vollzeit, welches im letzten Koalitionsvertrag stand, konnte am Ende der Legislatur nicht mehr mit der Union umgesetzt werden.
 
Als SPD und Jusos haben wir eine soziale Vision, wie wir uns unsere Gesellschaft in der Zukunft vorstellen. Die Unionsparteien haben nichts.