Moin moin,

nach ein paar Tagen, die wir nun schon wieder zu Hause weilen, ist es Zeit für einen kurzen Rückblick

Donnerstag:

Für das frühe Aufstehen wurden wir belohnt: Bis auf zwei kleinere Verzögerungen auf der Autobahn hatten wir freie Fahrt. Und Dank unserer zuverlässigen Fahrerinnen und Fahrer – Ruth, Luise und Erik – sind wir sicher an unserem Domizil für die bevorstehende Woche angekommen. Mit ausreichendem Schlaf an Bord waren wir bereit für die Freie und Hansestadt Hamburg. Nach dem Check-In nutzten wir das erste gemeinsame Abendessen am Hamburger Hafen, um uns kennenzulernen. Die Stimmung an diesem Abend zeigte: Neben unserem politischen Programm wird der Spaß nicht zu kurz kommen. Und Hamburg wird uns sicherlich keinen Grund zur Langeweile schenken.

 Freitag:

Nach auskömmlichen Schlaf und reichhaltigem Frühstück machten wir uns auf dem Weg Richtung Hamburger Hafen. Unseren ersten Termin hatten wir bei Greenpeace Deutschland. Dort empfing uns Frau Katrin Wittwer. Wenn man an Greenpeace denkt, kommen einem sofort Bilder von Aktionen gegen Walfang auf hoher See oder für den Erhalt von Tropenwälder in den Sinn. Greenpeace ist ein wichtiger Player weltweit für den Naturschutz. 2002 wurde das Ende des kommerziellen Walfangs erstritten. Die Einrichtung eines Schutzgebiets in der Antarktis und die Einstellung von Atomtests sind weitere wichtige Erfolge. Auch in der Energiewende engagiert sich die Nonprofit-Organisation. In unserer Diskussion haben wir den nachhaltigen Konsum in den Vordergrund gestellt: Wie schaffen Unternehmen eine ressourcenschonende Produktion und gute Arbeitsbedingungen für ihre Angestellte. Greenpeace steht in ständigem Kontakt mit den Multikonzernen und begleitet sie auf dem Weg dorthin. In Broschüren leistet Greenpeace außerdem Aufklärungsarbeit bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern für ihre Kaufentscheidungen.
Nachmittags stand eine Hafenrundfahrt auf unserm Programm. Kapitän Sven schipperte uns durch die historische Speicherstadt, die neu entstehende Hafencity und den größten Seehafen Deutschlands.

Am frühen Abend hatten wir dann die Gelegenheit Hamburg auf eigene Faust zu erkunden. Sightseeing, Shopping, Abendessen und dann ab auf den Kiez …

Samstag:

Der Samstag Morgen verlangte für manche bereits harte Entscheidungen: Frühstück oder jede wertvolle Minute Schlaf im Bett auskosten. Je nach Ausgiebigkeit des Erkundens des Hamburger Nachtlebens ist die Entscheidung pro Schlaf eindeutig.

Dennoch haben wir den Besuch des Museums der Arbeit in Barmbek vormittags pünktlich angetreten. Auf drei Stockwerken zeigt die Ausstellung den Wandel der Arbeit in den vergangenen 150 Jahren. Anhand der Exponate werden vor allem die Auswirkungen der Industrialisierung und dem Sprung in das elektronische und digitale Zeitalter deutlich. Schreiben auf einer historischen Schreibmaschine, Lösen von Rechenaufgaben mittels analogen Rechenmaschinen und das Decodieren von Nachrichten der Morsetechnik versetzen uns in eine Zeit, die uns aufgrund der heutigen Kommunikation mit Messengern und E-Mails unvorstellbar erscheinen.

Am frühen Abend trafen wir dann die Jusos Hamburg auf dem Hamburger Dom. Gemeinsam schlenderten wir über den riesigen Rummel. Und für einen Blick über den nächtlichen Kiez stiegen wir auf das Riesenrad. Viele Schaustellerinnen und Schausteller auf dem Hamburger Dom sind übrigens SPD-Mitglieder. Sie bilden einen eigenen Ortsverein: den Distrikt Heiligengeistfeld.
Vom Hamburger Dom zogen wir auf den Kiez. Die Jusos Hamburg zeigten uns bei einer Kneipentour echte Hamburger Originale. Ein besonderes Highlight war der Besuch der legendären Mitternachtsshow im Schmidt Theater. Stand-up-Comedy, Akrobatik, Zauberei und Travestie – die Künstlerinnen und Künstler boten uns zwei Stunden lang eine großartige Unterhaltung.
Nach der Show gab es ein klares Ziel: zurück in die Kneipen. Denn bis 5 Uhr war es nicht mehr lange hin. Und der Besuch des berüchtigten Hamburger Fischmarkts gehört fast schon zur Pflicht, wenn man ein Wochenende in Hamburg verbringt. Mit ihrer herzlichen, ehrlichen Art buhlten die Marktschreier um unsere Aufmerksamkeit. Und in der Markthalle heizte die Band die übrigen Besucherinnen und Besucher des Kiezes und die Frühaufsteherinnen und Frühaufsteher gleichermaßen ein. Aber nach einer langen Nacht sehnt man sich irgendwann nach seinem Bett. Und wenn man um 7 Uhr ins Hotel einkehrt, kann man sich noch dem Frühstück hingeben. Denn bekanntlich lässt es sich mit vollem Magen besser schlafen.

Euer Andreas!