Im zehnten Jahr des Ausbildungsreports wird deutlich: Die Auszubildenden sind grundsätzlich zufrieden mit den Ausbildungsbedingungen. Dies darf aber trotzdem – auch nicht im Jahre des Jubiläums – nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch an einigen Stellen Handlungsbedarf gibt. So stellen die Autor_innen zu Recht fest:

„Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist seit vielen Jahren angespannt. Trotz sinkender Zahlen von Schulabgänger_innen und einer wachsenden Anzahl von jungen Menschen, die ein Studium einer beruflichen Erstausbildung vorziehen, gelingt es nicht, die Lücke zwischen Bewerber_innen und den zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätzen zu schließen: So sind in 2014 erneut ca. 256.000 junge Menschen im Übergangssystem gelandet, über 288.000 der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Bewerber_innen für einen Ausbildungsplatz gingen leer aus. Nur noch etwas mehr als ein Fünftel der Betriebe bilden überhaupt aus – im vergangenen Jahr wurde damit ein neuer Tiefstand erreicht.“

Die Jusos Rheinland-Pfalz greifen diese und weitere Erkenntnisse auf und unterstützen die Gewerkschaften in ihren Anliegen, für gute Arbeits- und Ausbildungsbedingungen zu sorgen. Dabei bekräftigen wir unsere Forderung nach einer Ausbildungsplatzumlage, in der Unternehmen einen Ausgleich dafür zahlen, wenn diese nicht ausbilden.

Wir danken den Gewerkschaften, dass diese sich Jahr für Jahr die Mühe machen und mit den betroffenen Jugendlichen sprechen, daraus eine solche umfangreiche Studie erarbeiten – und das Ganze bereits seit zehn Jahren.

(Die Pressemeldung des DGB und den Ausbildungsreport zum Herunterladen ist abrufbar unter http://www.dgb.de/presse/++co++bc6fb1fa-509f-11e5-ad7b-52540023ef1a.)

Text: Radek Müller, Sprecher Jusos Rheinland

Foto: Dennis Skley