In der öffentlichen Debatte um Haupt- und Nebeneinkünfte von Politiker_innen stößt man immer wieder auf Empörung seitens der Medien. Als Reaktion auf diese Empörung hat die rot-grüne Landesregierung das Transparenzgesetz in den Landtag eingebracht. Jetzt ist in Hamburg bekanntgeworden, dass der Hauptgeschäftsführer der Industrie-und Handelskammer (IHK) Schmidt-Trenz 350.000 Euro Grundgehalt plus 120.000 Euro mögliche Sonderzahlungen im Jahr erhält. Das ist  etwa das doppelte Salär der Kanzlerin. Dieses Niveau erreichen wir in Rheinland-Pfalz nicht ganz.

Unter http://www.ihk.de/wie-hoch-sind-die-gehalter-der-ihk-fuhrungsebene- bemessen sich die Gehälter der Führungsebene von 23 Menschen auf knapp zwei Millionen Euro. Unklar ist, wie sich diese Summen auf die einzelnen Personen verteilt. Die IHK Rheinhessen und Pfalz sind unter Ludwigshafen und Mainz zu finden.

Der IHK stehen wir Jusos ohnehin kritisch gegenüber, da jede_r Unternehmer_in  im Industrie- und Handelsbereich Zwangsmitglied ist. Darüber hinaus bietet die IHK Fortbildungen und Kurse an, die größtenteils von den Teilnehmenden selbst aufzubringen sind. Hier sind die Gehälter der Führungsebene selbstredend eingepreist und überteuert. Das verfehlt unserer Auffassung nach die Aufgabe der IHK als Bildungsstätte, da sie durch überhöhte Kosten den Zugang zu Bildung verwehrt.

Um Transparenz auf allen Ebenen zu gewährleisten und um Vergleichbarkeit herzustellen, fordern die Jusos Rheinland-Pfalz die Hauptgeschäftsführer der vier Kammern in Rheinland-Pfalz auf, ihre Einkünfte offenzulegen. Dies sind Guenter Jertz (Rheinhessen), Jan Glockauer (Trier),  Rüdiger Beyer (Pfalz) und Arne Rössel (Koblenz).