Bereits seit 1890 begehen wir den 1. Mai als Tag der Arbeit, begleitet von Demonstrationen, Maispaziergängen, Kundgebungen und vielen anderen kreativen Aktionen. Traditionell ist dieser Tag als Kampftag der ArbeiterInnenbewegung bekannt.

Doch manch eineR fragt sich: Warum das Ganze? Was hat das eigentlich mit mir zu tun? Und warum brauchen wir diesen Tag eigentlich noch?

Was hört man doch in den Medien so oft, wir würden auf hohem Niveau jammern. „Es geht uns doch gut“ Doch wer ist denn dieses „uns“ überhaupt und geht es nicht auch um Solidarität mit anderen, denen es weniger gut geht? Ich würde sagen, es gibt immer noch genug für das es sich zu kämpfen lohnt. Deshalb ist es meiner Meinung nach unsere Pflicht raus zu gehen und für die Würde der ArbeiterInnen zu kämpfen. Nicht nur, aber besonders, am 1. Mai.

Auch heute noch gibt es in unserer Gesellschaft eine Reihe an sozialen Missständen, die es gilt publik zu machen und aufzuheben. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst unaufhörlich weiter, die Prekarisierung der Arbeitswelt hat mit dem zunehmenden Missbrauch von Werkverträgen einen neuen Höhepunkt erreicht während in einigen Ländern Europas eine ganze Generation „verloren“ geht. Reallohnverluste, schlechte Berufseinstiegschancen und die Befristung von Arbeitsverträgen sind leider an der Tagesordnung.

Wir kämpfen am 1. Mai dieses Jahr vor allem für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn, die Abschaffung der sachgrundloser Befristung, die Entgeltgleichheit, die Stärkung der Rechte der Beschäftigten und einen starken handlungsfähigen Sozialstaat. Wir solidarisieren uns aber auch mit den europäischen Beschäftigten und fordern ein Investitions- und Konjunkturprogramm für ein soziales Europa. Sparen allein kann nicht die Lösung sein!

Doch leider versuchen Nazis diesen Tag für ihre menschenverachtenden Zwecke zu nutzen! Wir sagen dazu: Keinen Fußbreit den Faschisten! Der 1. Mai ist kein Nazi-Feiertag! Deshalb rufen wir auf die Naziaufmärsche zu verhindern! Demonstriert mit! In Frankfurt wird eine große Gegendemo organisiert werden.

2013 ist in dieser Hinsicht ein besonderes Jahr. Am 2. Mai vor 80 Jahren wurde die freie deutsche Gewerkschaftsbewegung durch die Nazis zerschlagen. Am 1. Mai 1933 ließ man sie noch demonstrieren nur um zu sehen wer alles dazu gehört, nur um einen Tag später Gewerkschaftshäuser anzuzünden und GewerkschafterInnen zu foltern, zu verschleppen und zu ermorden. Dies verpflichtet uns konsequent gegen Nazis zu demonstrieren und uns für eine tolerante, offene Gesellschaft stark zu machen. Wir handeln auch über den 1. Mai hinaus gegen Rassismus, menschenverachtende Einstellungen, Antisemitismus und Intoleranz. Gleichzeitig setzen wir uns für eine konsequente langfristige Förderung von zivilgesellschaftlichen Projekten gegen Rechts ein. Der 1. Mai ist der Tag der Gewerkschaften und nicht der Nazis!

Morgen heißt es also für alle: Raus zum 1. Mai! 

In Rheinland-Pfalz gibt es regional unzählige Aktionen des DGB West. Die zentrale Veranstaltung findet in Koblenz statt. Die Jusos Koblenz sind mit einem Stand mit dabei und freuen sich sicher noch spontan über Unterstützung. Aber es findet sich bestimmt auch direkt vor eurer Haustür eine Demo

oder Maifeier. Einige werden von den Jusos der jeweiligen Unterbezirke unterstützt. Also seid mit dabei!

Mehr Infos zu den 1. Mai Veranstaltungen unter: 

http://west.dgb.de/

http://westpfalz.dgb.de/++co++e5a18db2-aea5-11e2-9e76-00188b4dc422

http://vorder-suedpfalz.dgb.de/++co++58f7ef34-a039-11e2-ab3f-00188b4dc422

http://trier.dgb.de/++co++85dd6f02-5ef7-11e2-b19a-00188b4dc422

http://rheinhessen-nahe.dgb.de/++co++aabc87c8-a69f-11e2-a9a3-00188b4dc422

http://koblenz.dgb.de/++co++3ff98a74-96b6-11e2-b066-00188b4dc422

Mehr Infos zur Anti-Nazi-Demo in Frankfurt unter: 

http://www.frankfurt-nazifrei.de/

Mehr Infos zum 1. Mai: 

http://www.mai-comic.de/index.php?cat=Erhellendes